Die Zwerge von Amboss ist der erste Teil um die Zerrissenen Reiche von Thomas Plischke und entführt den Leser in eine interessante Welt. Der Zwergenbund, in dem Zwerge und ihr Brudervolk, Halblinge, Seite an Seite leben, ist gegenüber dem Rest derr Welt sehr fortschritlich. Sie Verfügen über die Errungenschaften der Dampfmaschiene, Gewehre und Pistolen und dergleichen mehr. Ordnung, Disziplin, Rechtschaffenheit sind einige der Eigenschaften, die den Zwergenbund auszeichnen. Doch es gärt in dem Land.
Durch die immer weit fortschreitende Industrialisierung müssen Zwerge nicht mehr so hart arbeiten wie einst. Doch leider werden mehr und Zwerge dadurch Arbeitslos und verarmen vollkommen. Immer mehr Armenviertel entstehen in den Städten. Dazu kommt, dass immer mehr Menschen, Flüchtlinge aus den Zerrissenen Welten, in den Zwergenbund fliehen und die wenige Arbeit den Zwergen streitig machen.
Als der Sucher Garep Schmied zu einem Mordfall herangezogen wird, scheint es eindeutig; der Diener des ermordeten Zwerges, ein Mensch, muss seinen Herren ermordet haben. Doch Garep hegt Zweifel und so verstrickt er sich immer mehr in eine große Verschwörung, die scheinbar von ganz Oben gelenkt wird.
Viele unerwartete Wendungen in der sehr ausführlich erzählten Geschichte warten auf den Leser. Plischke führt einen Stück für Stück in eine spannende Welt und Geschichte. Dabei beschreibt er unendlich viel, was aber niemals langweillig wird. Im Gegenteil. Manchmal sind seine Sätze so lang und verstrickt, dass sie nicht unbedingt leicht zu Lesen sind und man muss sie nochmal Lesen. Dennoch besitzt er einen unglaublich reichen Wortschatz, den er gekonnt einsetzt.
Fantasy in Reinstform ist es nicht, was den Leser erwartet. Vielmehr sieht man natürlich parallelen zu unserem 19 Jahrhundert und auch zu aktuellen Problemen. Am Anfang dachte ich es handelt sich um einen Krimi aber durch die Verschwörungstheorie kommt ein gewisses Thriller Element hinzu.
Fazit: Ich bin auf den nächsten Band gespannt. So richtig empfehlen kann ich das Buch aber nicht, weil eben nur wenige Fantasy-Wesen in der 'wirklichen' Welt agieren. Wer aber denkt es könnte ihm gefallen, dieses Thema, und noch dazu ein wirklich gut geschriebenes Buch lesen will, der kann bedenkenlos zugreifen.
Die Zwerge von Amboss
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