Drachenmacht
Verfasst: Mi 5. Nov 2008, 10:44
Wundervoll! Einfach nur Wundervoll!
McKiernan schafft es einmal mehr auf seine einfühlsame Art eine wundervolle Fantasygeschichte voller Spannung, Horror, Gefühl und Leidenschaft zu Papier zu bringen.
Die fünf Haupthelden verschlägt es in die Wüste, um dort, nach reichlich vielen anderen Abenteuern, ihren Feind zu stellen und auszulöschen. Endlich wird die Welt von einem Gestaltwechselmonster befreit, das wahrlos unschuldige Opfer fängt und dann häutet und pfählt. Die Prophezeiungen werden erfüllt und neue werden geboren!
Dabei aber vergisst er niemals, dass das Leben eines Abenteurers eben nicht nur aus Abenteuer, sondern auch aus Gefühl besteht, und mit den ihm eigenen Worten, hat McKiernan es mehr als einmal geschafft, mich zu Tränen zu rühren. Und doch ist es auch so voller prickelnder Spannung und aufregender Kämpfe und Ereignisse, dass ich öfter 60 Seiten am Stück las, ohne auch nur einmal zu blinzeln, wie ich glaube.
Hier noch ein paar Anmerkungen zum Buch, die ich vom eigentlichen Inhalt loslöse:
* In Drachenmacht sind einige äußerst interessante Gedanken zu Göttern, die, in die heutige Zeit übertragen, auch interessante Gedanken und Überlegungen zu Gott und dem, wie man sich eigentlich Gott oder besser die Göttin, wünschen würde, bietet.
* Er vergleicht mehrmals das Verhalten der, ich nenne sie mal solabarlike, Alten Völker mit den Menschen und auch dies sind beachtenswert interessante und regelrecht philosophische Betrachtungen.
* Es ist der zweite McKiernanband überhaupt, der in der Wüste spielt - und tja ihr Thrumumbahrgeschädigten, ich glaube, ich habe eine Menge Anreize bekommen, um nicht mehr nur Riesenkakerlaken und -skorpione auftauchen zu lassen
* McKiernan hat einmal mehr bewiesen, dass er mit minimal Toten trotzdem unglaubliche Spannungsbögen erzeugen kann.
* McKiernan ist endgültig für mich der beste Autor, wenn es darum geht, dass wenn ein Hauptheld stirbt, es würdig geschieht. Ich kann mich da nur verneigen.
* Im Zuge dessen: Oft trauert man zwar, wenn ein Held in einem Buch stirbt, aber die Trauer ist nicht von Dauer, denn meistens ist die Vorstellung, dass dieser Held an Altersschwäche stirbt, für den Helden entwürdigend. Bei McKiernan hingegen bleibt die Trauer, denn wie er es erzählt, würde man eben dem Helden nichts anderes Wünschen, als ein langes Leben und dann in Frieden in den Armen der Liebsten und Kinder zu sterben.
* In Drachenbann war viel über die Vergangenheit der Helden zu lesen. U. a. beschrieb er das Leben der Elben auf eine Art, wo ich mehr als einmal Schlucken musste, denn da waren sie: Meine Lemuri; und das zu gut 98%. Besonders beeindruckend war dabei immer wieder, dass er einen Teil beschrieb und damit endete: Doch er/sie war noch jung oder er/sie war doch erst einen Tag alt. Um einfach die Unsterblichkeit heraus zu stellen, und wie sich das für die Elben einfach anfühlt. Ich sah meine Lemuri da einfach wieder und hätte gedacht, er hätte bei mir geklaut, wenn das Buch nicht schon 89 geschrieben worden wäre. Jetzt aber in Drachenmacht wir am Ende ein besonderes Kind geboren (Was wohl auch die Hauptrolle in den Folgebänden haben wird). Bei seiner Taufe schreibt McKiernan zwei Sätze: Und an dem Tag, seinem Namenstag, war Bair einen Tag alt. Doch sein Alter spielte keine Rolle, denn sein Leben hatte gerade erst begonnen. Zwei Sätze, die mich wie ein Blitz trafen. Für mich die Schönsten Sätze des Buches. Ich kann nur sagen, wer die Lemuri verstehen will, sollte Drachenbann und Drachenmacht lesen.
Fazit:
Lesen, lesen, lesen! Drachenmacht kämpft mit Magierlicht und Elfensturm um Platz 1 der besten Bücher McKiernans.
Für den McKiernan-Neuling bin ich im Zwiespalt, denn Drachenmacht würde ich deutlich empfehlen, aber es ist zu verwirrend ohne Drachenbann. Deswegen vielleicht ein Workaround: Drachenbann und Drachenmacht zusammen kaufen, sich (wahrscheinlich als Neuling) durch Drachenbann quälen und sich sofort mit Drachenmacht belohnen und mehr als nur zu entschädigen.
P. S.:
Wer mit der Art McKiernans nicht zurecht kommt, wird Drachenmacht trotzdem hassen
McKiernan schafft es einmal mehr auf seine einfühlsame Art eine wundervolle Fantasygeschichte voller Spannung, Horror, Gefühl und Leidenschaft zu Papier zu bringen.
Die fünf Haupthelden verschlägt es in die Wüste, um dort, nach reichlich vielen anderen Abenteuern, ihren Feind zu stellen und auszulöschen. Endlich wird die Welt von einem Gestaltwechselmonster befreit, das wahrlos unschuldige Opfer fängt und dann häutet und pfählt. Die Prophezeiungen werden erfüllt und neue werden geboren!
Dabei aber vergisst er niemals, dass das Leben eines Abenteurers eben nicht nur aus Abenteuer, sondern auch aus Gefühl besteht, und mit den ihm eigenen Worten, hat McKiernan es mehr als einmal geschafft, mich zu Tränen zu rühren. Und doch ist es auch so voller prickelnder Spannung und aufregender Kämpfe und Ereignisse, dass ich öfter 60 Seiten am Stück las, ohne auch nur einmal zu blinzeln, wie ich glaube.
Hier noch ein paar Anmerkungen zum Buch, die ich vom eigentlichen Inhalt loslöse:
* In Drachenmacht sind einige äußerst interessante Gedanken zu Göttern, die, in die heutige Zeit übertragen, auch interessante Gedanken und Überlegungen zu Gott und dem, wie man sich eigentlich Gott oder besser die Göttin, wünschen würde, bietet.
* Er vergleicht mehrmals das Verhalten der, ich nenne sie mal solabarlike, Alten Völker mit den Menschen und auch dies sind beachtenswert interessante und regelrecht philosophische Betrachtungen.
* Es ist der zweite McKiernanband überhaupt, der in der Wüste spielt - und tja ihr Thrumumbahrgeschädigten, ich glaube, ich habe eine Menge Anreize bekommen, um nicht mehr nur Riesenkakerlaken und -skorpione auftauchen zu lassen
* McKiernan hat einmal mehr bewiesen, dass er mit minimal Toten trotzdem unglaubliche Spannungsbögen erzeugen kann.
* McKiernan ist endgültig für mich der beste Autor, wenn es darum geht, dass wenn ein Hauptheld stirbt, es würdig geschieht. Ich kann mich da nur verneigen.
* Im Zuge dessen: Oft trauert man zwar, wenn ein Held in einem Buch stirbt, aber die Trauer ist nicht von Dauer, denn meistens ist die Vorstellung, dass dieser Held an Altersschwäche stirbt, für den Helden entwürdigend. Bei McKiernan hingegen bleibt die Trauer, denn wie er es erzählt, würde man eben dem Helden nichts anderes Wünschen, als ein langes Leben und dann in Frieden in den Armen der Liebsten und Kinder zu sterben.
* In Drachenbann war viel über die Vergangenheit der Helden zu lesen. U. a. beschrieb er das Leben der Elben auf eine Art, wo ich mehr als einmal Schlucken musste, denn da waren sie: Meine Lemuri; und das zu gut 98%. Besonders beeindruckend war dabei immer wieder, dass er einen Teil beschrieb und damit endete: Doch er/sie war noch jung oder er/sie war doch erst einen Tag alt. Um einfach die Unsterblichkeit heraus zu stellen, und wie sich das für die Elben einfach anfühlt. Ich sah meine Lemuri da einfach wieder und hätte gedacht, er hätte bei mir geklaut, wenn das Buch nicht schon 89 geschrieben worden wäre. Jetzt aber in Drachenmacht wir am Ende ein besonderes Kind geboren (Was wohl auch die Hauptrolle in den Folgebänden haben wird). Bei seiner Taufe schreibt McKiernan zwei Sätze: Und an dem Tag, seinem Namenstag, war Bair einen Tag alt. Doch sein Alter spielte keine Rolle, denn sein Leben hatte gerade erst begonnen. Zwei Sätze, die mich wie ein Blitz trafen. Für mich die Schönsten Sätze des Buches. Ich kann nur sagen, wer die Lemuri verstehen will, sollte Drachenbann und Drachenmacht lesen.
Fazit:
Lesen, lesen, lesen! Drachenmacht kämpft mit Magierlicht und Elfensturm um Platz 1 der besten Bücher McKiernans.
Für den McKiernan-Neuling bin ich im Zwiespalt, denn Drachenmacht würde ich deutlich empfehlen, aber es ist zu verwirrend ohne Drachenbann. Deswegen vielleicht ein Workaround: Drachenbann und Drachenmacht zusammen kaufen, sich (wahrscheinlich als Neuling) durch Drachenbann quälen und sich sofort mit Drachenmacht belohnen und mehr als nur zu entschädigen.
P. S.:
Wer mit der Art McKiernans nicht zurecht kommt, wird Drachenmacht trotzdem hassen