Der Hobbit
Verfasst: Mi 5. Nov 2008, 10:45
Dreht er jetzt ganz durch, werdet ihr euch vielleicht fragen, aber lest genau, denn da oben steht Der Hobbit und nicht Der kleine Hobbit. Es handelt sich also über die wesentlich geringer verbreitet Übersetzung von Wolfgang Krege und nicht die eher Übliche von Wolfgang Scherf. Und dazu gibt es doch einiges zu sagen.
Zum Inhalt brauch ich wohl nichts zu erwähnen. Der sollte hinlänglich bekannt sein und hat sich letztendlich auch nicht verändert. Jedoch gibt es einige Feinheiten, bis sogar dicke Brocken, die in den Übersetzungen unterschiedlich sind und deshalb hier Erwähnung finden sollen.
Wie mancher von euch vielleicht weiß, war Scherf fas Werk Tolkiens nicht bekannt und dadurch hat er schlicht ein englisches Kinderbuch übersetzt - mit zum Teil horrenden Fehlern in Bezug zu Tolkiens Gesamtwerk. Außerdem basiert die Krege-Übersetzung auf die 2., revidierte Fassung des Hobbits, denn selbst in Tolkiens Erstausgabe gab es einfach Fehler im Bezug zum Herrn der Ringe.
Das das Original schon mal nicht The little Hobbit sondern The Hobbit hieß, ist da schon fast zu vernachlässigen. Wir wissen, was Übersetzer und Verlage in Deutschland aus den englischsprachigen Originalen machen. Aber Scherf hat auch halt ein Kinderbuch übersetzt in seinen Augen - und nichts weiter und somit, wahrscheinlich unabsichtlich, ein paar Sachen verbrochen, die Krege mehr als hinreichend gerade gerückt hat. Ich zähle das mal im Einzelnen hier auf:
* Bilbo heißt endlich Herr Bilbo und nicht Mr. Bilbo
* Gandalf ist Gandalf und kein kein Zauberfutzi
* Die Zwerge sind kein Gartenzwergabklatsch mehr, sondern eben die Zwerge Tolkiens. In Sprache und Verhalten.
* Die Zwerge tragen keine Zipfelmützen mehr, sondern Kapuzenumhänge, an denen die Kapuzen abnehmbar sind.
* Die Elben sind keine albernen was weiß ich nicht mehr für Gesellen, sondern eben Elben. Sowohl in Bruchtal, wie im Düsterwald. OK, es ist ein Kinderbuch, so das die Elben selbst im Original wohl kaum so abgehoben wie im Herrn der Ringe sind, aber sie sind auch nicht mehr lächerlich.
* A propos Bruchtal... es heißt jetzt korrekter Weise Bruchtal und nicht einfach bei Rivendel belassen.
* Die Orks sind und reden erheblich brutaler
* Smaug ist bei weitem hinterhältiger
* Bard und Thranduil reden archaischer
* Die Lieder und Gedichte sind vollständig abgebildet und nicht, wie in der Scherf-Übersetzung, gekürzt und sogar ganz ausgelassen. Obendrein wurden sie sprachlich nicht entschärft
Fazit:
Krege ist es gelungen einen echten Tolkien zu übersetzen, mit der Wortgewalt, die man vom Herrn der Ringe oder auch dem Silmarillion gewohnt ist, ohne dabei aber den Charme des Kinderbuches zu zerstören. Es ist in jedem Fall die Richtigere Übersetzung und ein Muss für den Toklienfan.
Demjenigen, der den Hobbit noch gar nicht im Regal hat, kann ich nur empfehlen, sich die Krege-Übersetzung zu kaufen, auch wenn dabei ein Wermutstropfen bleibt, denn Der Hobbit ist nur gebunden und nicht als Paperback im Handel und deswegen mit ~15€ doppelt so teuer, wie die Scherf-Übersetzung im Paperback. Aber es lohnt sich, das Geld zu investieren!
Zum Inhalt brauch ich wohl nichts zu erwähnen. Der sollte hinlänglich bekannt sein und hat sich letztendlich auch nicht verändert. Jedoch gibt es einige Feinheiten, bis sogar dicke Brocken, die in den Übersetzungen unterschiedlich sind und deshalb hier Erwähnung finden sollen.
Wie mancher von euch vielleicht weiß, war Scherf fas Werk Tolkiens nicht bekannt und dadurch hat er schlicht ein englisches Kinderbuch übersetzt - mit zum Teil horrenden Fehlern in Bezug zu Tolkiens Gesamtwerk. Außerdem basiert die Krege-Übersetzung auf die 2., revidierte Fassung des Hobbits, denn selbst in Tolkiens Erstausgabe gab es einfach Fehler im Bezug zum Herrn der Ringe.
Das das Original schon mal nicht The little Hobbit sondern The Hobbit hieß, ist da schon fast zu vernachlässigen. Wir wissen, was Übersetzer und Verlage in Deutschland aus den englischsprachigen Originalen machen. Aber Scherf hat auch halt ein Kinderbuch übersetzt in seinen Augen - und nichts weiter und somit, wahrscheinlich unabsichtlich, ein paar Sachen verbrochen, die Krege mehr als hinreichend gerade gerückt hat. Ich zähle das mal im Einzelnen hier auf:
* Bilbo heißt endlich Herr Bilbo und nicht Mr. Bilbo
* Gandalf ist Gandalf und kein kein Zauberfutzi
* Die Zwerge sind kein Gartenzwergabklatsch mehr, sondern eben die Zwerge Tolkiens. In Sprache und Verhalten.
* Die Zwerge tragen keine Zipfelmützen mehr, sondern Kapuzenumhänge, an denen die Kapuzen abnehmbar sind.
* Die Elben sind keine albernen was weiß ich nicht mehr für Gesellen, sondern eben Elben. Sowohl in Bruchtal, wie im Düsterwald. OK, es ist ein Kinderbuch, so das die Elben selbst im Original wohl kaum so abgehoben wie im Herrn der Ringe sind, aber sie sind auch nicht mehr lächerlich.
* A propos Bruchtal... es heißt jetzt korrekter Weise Bruchtal und nicht einfach bei Rivendel belassen.
* Die Orks sind und reden erheblich brutaler
* Smaug ist bei weitem hinterhältiger
* Bard und Thranduil reden archaischer
* Die Lieder und Gedichte sind vollständig abgebildet und nicht, wie in der Scherf-Übersetzung, gekürzt und sogar ganz ausgelassen. Obendrein wurden sie sprachlich nicht entschärft
Fazit:
Krege ist es gelungen einen echten Tolkien zu übersetzen, mit der Wortgewalt, die man vom Herrn der Ringe oder auch dem Silmarillion gewohnt ist, ohne dabei aber den Charme des Kinderbuches zu zerstören. Es ist in jedem Fall die Richtigere Übersetzung und ein Muss für den Toklienfan.
Demjenigen, der den Hobbit noch gar nicht im Regal hat, kann ich nur empfehlen, sich die Krege-Übersetzung zu kaufen, auch wenn dabei ein Wermutstropfen bleibt, denn Der Hobbit ist nur gebunden und nicht als Paperback im Handel und deswegen mit ~15€ doppelt so teuer, wie die Scherf-Übersetzung im Paperback. Aber es lohnt sich, das Geld zu investieren!