Elfenritter - Die Albenmark
Verfasst: So 14. Dez 2008, 14:40
Weiter geht die Geschichte um Gieshild und Luc und um das Schicksal der Albenmark, des Fjordlandes und um die Gläubigen Tjureds. Was Hennen hier abliefert ist ein zweiter Band, der nur so dahinrast und auch den Leser dazu verleitet zu rasen. Hochgefühl wechselt sich mit tiefster Depression in einem Tempo ab, das einen schwindeln lässt.
Unzweifelhaft ist Hennen in der Lage mit die schönsten Liebesgeschichten zu erzählen, aber auch die niederschmetternsten.
Stellenweise war es brutal, das Buch zu lesen und manchmal hatte ich das Gefühl Hennen denkt nicht an jene zartbesaiteten Leser, die in ein Buch hineingesogen werden und nicht in der Lage sind, ihr Herz zu ummanteln und vor den Geschehnissen zu verschließen. Aber trotz allem wird die Geschichte grandios erzählt und Hennen beweißt einmal mehr, dass er mit zu den Topautoren dieser Zeit gehört.
Drei Sachen gibt es explizit anzumerken:
1) Versucht das Buch zu lesen, in dem ihr das, was in Die Elfen geschieht vergesst. Vor allem, wie der Tjuredglaube entstanden ist. Dann ist man als Leser einigermaßen objektiv und steht sehr schnell vor einem Dilemma: Man mag sehr schnell zu Einzelpersonen halten, wie Luc, Gieshild und Olowain, aber es ist nicht mehr möglich, sich für eine Seite zu entscheiden. Tjuredobere, Emerelle und die Sitten im Fjorland lassen einen alle drei Seiten regelrecht hassen und ich ertappte mich mehr als einmal, einfach Hört auf! Hört endlich auf! Und schließt Frieden! zu schreien. Man wünscht sich, wer auch immer im Götterhimmel den Mut hat, eine große Woge, der Sintflut gleich über alle Landen zu schicken und all das Übel fortzuspülen. Und dann Gieshild und Luc an der Spitze einer kleinen Gruppe Überlebender diese in ein neues Leben zu führen, das an die Vergangenheit erinnert, aber den Hass beerdigen lässt.
2) Ich mag es ja eigentlich, wenn hochemotionale Momente ausgekostet werden. Aber eine Schlacht über 100 Seiten, die einen in tiefste, seelische Abgründe stürzt, das war zu viel... einfach zu viel für meine Gefühlswelt - brutal und doch grandios!
3) Ich wetter ja oft darüber, dass viele Autoren Helden oder Personen, die einen lange in Büchern begleiten mal eben sterben lassen. Hennens Idee, das mal aus der Sicht dessen zu machen, der eben den Tod bringt. Diese Leute nicht kennt und man gezwungen ist, sich das aus der Sicht derjenigen vorzustellen, die man schätzen oder lieben gelernt hat, ohne darüber zu fluchen, dass sie mal eben getötet zu werden, weil es für den Schützen eben genau das ist... ein Schuss und ein kurzer Gedanke - das ist schriftstellerisch genial und bewundernswert. Damit hat Hennen sich aus meiner Sicht fast anbetungswürdig gemacht.
Fazit:
Gefühle pur, brutal, grandios, packende Geschichte, die einen nicht in Ruhe lässt und... und... und... mir fehlen die Superlative! Ein Muss der Fantasy, für das es keine Ausrede gibt, es nicht gelesen zu haben!
Unzweifelhaft ist Hennen in der Lage mit die schönsten Liebesgeschichten zu erzählen, aber auch die niederschmetternsten.
Stellenweise war es brutal, das Buch zu lesen und manchmal hatte ich das Gefühl Hennen denkt nicht an jene zartbesaiteten Leser, die in ein Buch hineingesogen werden und nicht in der Lage sind, ihr Herz zu ummanteln und vor den Geschehnissen zu verschließen. Aber trotz allem wird die Geschichte grandios erzählt und Hennen beweißt einmal mehr, dass er mit zu den Topautoren dieser Zeit gehört.
Drei Sachen gibt es explizit anzumerken:
1) Versucht das Buch zu lesen, in dem ihr das, was in Die Elfen geschieht vergesst. Vor allem, wie der Tjuredglaube entstanden ist. Dann ist man als Leser einigermaßen objektiv und steht sehr schnell vor einem Dilemma: Man mag sehr schnell zu Einzelpersonen halten, wie Luc, Gieshild und Olowain, aber es ist nicht mehr möglich, sich für eine Seite zu entscheiden. Tjuredobere, Emerelle und die Sitten im Fjorland lassen einen alle drei Seiten regelrecht hassen und ich ertappte mich mehr als einmal, einfach Hört auf! Hört endlich auf! Und schließt Frieden! zu schreien. Man wünscht sich, wer auch immer im Götterhimmel den Mut hat, eine große Woge, der Sintflut gleich über alle Landen zu schicken und all das Übel fortzuspülen. Und dann Gieshild und Luc an der Spitze einer kleinen Gruppe Überlebender diese in ein neues Leben zu führen, das an die Vergangenheit erinnert, aber den Hass beerdigen lässt.
2) Ich mag es ja eigentlich, wenn hochemotionale Momente ausgekostet werden. Aber eine Schlacht über 100 Seiten, die einen in tiefste, seelische Abgründe stürzt, das war zu viel... einfach zu viel für meine Gefühlswelt - brutal und doch grandios!
3) Ich wetter ja oft darüber, dass viele Autoren Helden oder Personen, die einen lange in Büchern begleiten mal eben sterben lassen. Hennens Idee, das mal aus der Sicht dessen zu machen, der eben den Tod bringt. Diese Leute nicht kennt und man gezwungen ist, sich das aus der Sicht derjenigen vorzustellen, die man schätzen oder lieben gelernt hat, ohne darüber zu fluchen, dass sie mal eben getötet zu werden, weil es für den Schützen eben genau das ist... ein Schuss und ein kurzer Gedanke - das ist schriftstellerisch genial und bewundernswert. Damit hat Hennen sich aus meiner Sicht fast anbetungswürdig gemacht.
Fazit:
Gefühle pur, brutal, grandios, packende Geschichte, die einen nicht in Ruhe lässt und... und... und... mir fehlen die Superlative! Ein Muss der Fantasy, für das es keine Ausrede gibt, es nicht gelesen zu haben!