Schatten über Ulldart - Die Dunkle Zeit 1

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Alderara
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Schatten über Ulldart - Die Dunkle Zeit 1

Beitrag von Alderara »

Ein alter Heitz. Oder vielmehr der Beginn des Zyklus', mit dem Heitz in Deutschland bekannt wurde. Entsprechend hört das Buch auch mitten drin auf. Das aber in angemessenem Rahmen, wie es bei einem Zyklus sein sollte.
Worum geht es. Das Land Tarpol wurde vor 400 Jahren durch die Schreckensherrschaft eines Heerführers und seiner magischen Horden unter Führung des feurigen Gottes verheert. Knapp gelang doch der Sieg der hellen Mächte. Nun ist die Zeit, wo der Gott sich wieder regt. Im Mittelpunkt steht der junge Sohn des König. Dick, verwöhnt und außer zum Fressen zu nix zu gebrauchen. Er wird in eine Provinz geschickt, um zum Manne zu reifen oder zu sterben. An seiner Seite sein Leibdiener und ein gewaltiger Krieger, die ihn unterstützen sollen.
Es gelingt. Aus dem dicken Kind, wird ein kämpferischer, gerechter junger Mann, den sogar das Volk liebt. Wäre da nicht eine dunkle Prophezeiung und die Mächte des Bösen, die offenbar den jungen Mann schon jetzt als ihren zukünftigen Führer ansehen. Können die beiden Diener und die Liebe zu einer jungen Frau das Übel abwenden?

Die Welt, in der alles stattfindet, ist fantastisch, ja, denn sie hat zwei Sonnen und vier Monde und es kreuchen und fleuchen wohl auch allerlei fantastische Gestalten herum. Die bis dato aber nicht wirklich all zu sehr zum Tragen kommen. Ansonsten erinnert es von den Namen her verdammt an Russland. Wenigstens aber gibt es keine Feuerwaffen. Magie ist mehr als Rudimentär und kommt nur zum Heilen vor.

Ansonsten... ein echter Heitz. Als die junge, hoch schwangere Frau über das Feld lief, wusste ich: Gleich ist sie tot! Und natürlich wurde sie von Hunden zerfetzt, auf heitzsche Art... einfach durchschaubar. Heitz hat eine angenehme Art zu schreiben, ja, er kann Spannung aufbauen, ja, aber wie er seine Handlungsrahmen setzt ist einfach übel. Es ist blutig um des Blutes willen, nicht weil es so sein müsste. Natürlich sterben Hunderte bei kleinen Scharmützeln und es ist jetzt schon vollkommen klar, dass im Verlauf des Zyklus wieder Landstriche entvölkert werden.
Während man liest, bekommt man durchaus den Eindruck, dass der Adel des Landes das durchaus verdient hätte. Da liegt einiges im Argen und eine Reinigung scheint von Nöten. Aber Heitz wird es auf dem Rücken der einfachen Leute austragen, die eh schon genug leiden. Dann der junge Herrscherssohn... die Wandlung vom Dicken zum kämpfenden, gerechten Provinzverwalter ist schön und glaubwürdig, die Szenen, wo er sich verliebt, toll. Aber dann kommt es wieder. Trotz der Prophezeiung geschieht die Bekehrung zur Dunklen Seite innerhalb einer Seite und obwohl Heitz das wohl gemerkt hat, bleiben die Versuche es abzuschwächen mehr als nur schwach.
Und dann natürlich Heitz' Hang zum Blut... die expliziten Beschreibungen hin oder her. Das lächerlicher Weise aus einem Halsstumpf nach Abtrennen des Kopfes das Blut nur so hervorschießt, kennt man aus vielen Büchern. Aber dass das auch bei einem Arm geht, ist mir neu. Ich glaube, der gute Mann glaubt, in einem menschlichen Körper befinden sich mindestens 100 Liter Blut unter einem Druck von zwei bis drei Bar. Anders kann ein Arm sonst kaum ein ganzes Zimmer rot tünchen. Einfach lächerlich.

Das bedeutet, der Zwergenvorläufer ist nicht anders, als eben die Zwerge selbst. Da Heitz ein deutscher Autor ist und ich es einfach gut heiße, dass auch deutsche Autoren und nicht nur Hohlbein in dem Segment Fuß fassen, will ich da nicht mehr schreiben. Jeder hat einen anderen Geschmack. Aber meinen trifft Heitz überhaupt nicht.

Deswegen lautet mein Fazit:
Der Heitzmöger soll es lesen. Es wird ihm gefallen. Ich hingegen kann nur abraten und lege das Thema Heitz endgültig ad acta. Dies war das letzte Buch von Heitz, dass ich mir angetan habe.
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Garbosch
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Beitrag von Garbosch »

Ja sehr vielen Dank. Damit kann ich Heitz endgültig vergessen. Genau das wollte ich noch wissen. gg
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