Alica und die Dunkle Königin

Hier kann alles zum Thema fantastische, oder futuristische Welten in der Literatur, Film und neue Medien hinein. Wie auch alles, was P&P und LARP betrifft.

Moderator: Thorn La Fahr

Antworten
Benutzeravatar
Garbosch
Veteran
Veteran
Beiträge: 3230
Registriert: Do 5. Jun 2008, 19:24
Wohnort: Zwergengasse, Ahinjamuhr, Thrumumbahr.
Kontaktdaten:

Alica und die Dunkle Königin

Beitrag von Garbosch »

Alica und die Dunkle Königin ist nicht der zweite Teil von Nebenan, auch wenn es damit zu tun hat. Es ist die Geschichte eines 14 jährigen Mädchens, dass, wie sollte es auch anders sein, bei einem Ferienbesuch bei ihren Großeltern zufällig in die Geschehnisse von Nebenan rein gezogen wird.

Das positive gleich vorneweg: es gibt ein Wiedersehen mit Wallerich, Schnapper und Knuper. Leider verschwinden gerade Wallerich und Schnapper zur Mitte des Buches hin für einen langen Zeitraum. Das ist sehr Schade, denn der lustige Teil des Buches wird eindeutig von den beiden getragen. Ab der Mitte des Buches kann man das ganze als eine Teenager-Liebesgeschichte abtun. Das ist dann auch das Nachteilige. Wie gewohnt schreibt Bernhard Hennen gut. Da gibt es keine Überraschungen. Das Buch ist halt nur 320 Seiten dünn, alleine deswegen kann man schon nicht erwarten, dass Hennen da einen großartigen Epos schreibt.

Fazit: Selbst als Hennen Fans muss man es nicht haben. Nebenan wird auch nur angerissen, dass man da auch nicht wirklich neues erfährt. Meiner Meinung nach ist es ein Buch für Jugendliche, und da vor allem für Mädchen. Bis zur Hälfte des Buches aber ist es auch für den erwachsenen Leser sehr lesenswert.

Ach ja. Hennen und Happy-Ends. Das hat er einfach nicht raus. Das schönste Happy-End hat er auch in Nebenan geschrieben. Alica und die Dunkle Königin bietet da nicht so ein vorzeige Ende, aber man kann gut damit Leben.
Benutzeravatar
Thorn La Fahr
Ledain
Ledain
Beiträge: 3974
Registriert: Mi 4. Jun 2008, 15:54
Wohnort: Lemurain
Kontaktdaten:

Beitrag von Thorn La Fahr »

Bezaubernd! Das ist wohl das erste Wort, das in den eigenen Geist dringt nachdem man das Buch gelesen hat. Denn genau das ist es einfach: Bezaubernd. Ich finde es mehr als faszinierend, wie ein Auto, der blutigste Fantasy schreibt, auch so etwas zu Papier bringen kann. Über in den Inhalt muss ich nichts mehr schreiben, aber Marcus hat in jedem Fall Recht: Es ist ein Jugendbuch. Und ich sah während des Lesens 12-jährige Mädchen dahin schmachten und 12-jährige Jungen sich Husarenuniformen besorgen und Reitkurse buchen. Trotzdem ist es für den erwachsenen Leser nicht minder geeignet, da einfach die Fantasy steht, die Gabe Hennens den Leser in die Welt hinein zu ziehen und vor allem, einfach sehr oft sich selbst wie süß sagen zu können. Der erwachsene Leser wird einfach verzaubert.

Zum ende kann ich nur sagen, dass es hennenuntypisch schön ist. François hätte auch einfach nur erlöst werden können und es wäre noch immer kein Sad-End gewesen. Hennen hat also eigentlich sehr viel rausgeholt und ich kann mehr als gut damit leben.

Fazit:
Sollte man gelesen haben!
Antworten