Entreri und Jarlaxle befinden sich immer noch in den Blutsteinlanden. Während der Meuchelmörder immer seltsame Anwandlungen bekommt, die mehr und mehr zeigen, dadd er doch ein Mensch ist, treibt der Ehrgeiz des Drows die beiden in immer größere Schwierigkeiten, die dazu führen, dass sie am Ende aus dem Land verbannt werden. Auf der Suche nach sich selbst führt Entreris Weg sie mit ihrem neunen Gefährten Athrogate nach Mnenon, der Stadt seiner Herkunft. Er rechnet mit seiner Vergangenheit ab und hinterläßt sein Ich, dass ihn all die Jahre am Leben hielt.
Der (vorerst) letzte Band aus der Reihe. Und in meinen Augen auch einer der schlechtesten. Dabei ist es nicht mal das fehlen einer Geschichte oder der gewohnt einfache Schreibstil von Salvatore, sondern schlicht wie schlecht die Geschichte und die Idee dazu ist. Ich kann ja noch damit Leben, dass der Autor dazu übergeht den Meuchelmörder menschlicher zu machen, aber das der Drow eine Burg anektiert, ein Königreich ausrufen lässt, sie bezwungen werden und dann doch nur verbannt werden ist einfach nur übel. Die Argnumente sind derartig an den Haaren herbeigezogen das es schon grausam ist. Und dann immer wieder die Kämpfe die nur dazu da sind, die Seiten des Buches zu füllen.
Fazit: Ich bin froh das es keine weiteren Bücher in der Reihe gibt.
Die vergessenen Welten 16 - Die Drachen der Blutsteinlande
Moderator: Thorn La Fahr
- Garbosch
- Veteran

- Beiträge: 3230
- Registriert: Do 5. Jun 2008, 19:24
- Wohnort: Zwergengasse, Ahinjamuhr, Thrumumbahr.
- Kontaktdaten:
- Linisai La Ferenoria
- Veteran

- Beiträge: 1303
- Registriert: Sa 7. Jun 2008, 10:59
- Wohnort: Lemurain/Albaron
- Kontaktdaten:
- Thorn La Fahr
- Ledain

- Beiträge: 3974
- Registriert: Mi 4. Jun 2008, 15:54
- Wohnort: Lemurain
- Kontaktdaten:
So... ich hab es jetzt auch gelesen... und was kann ich sagen? - Es lässt sich flüssig lesen...
Und das war es. Eigentlich sollte ich jetzt aufhören, aber irgendwie kann ich nicht anders, ich muss dieses Buch zerreißen. Dabei tut es schon weh, diesen Erguss Salvatores überhaupt als Buch zu bezeichnen, da ich mit einem Buch im Allgemeinen etwas Angenehmes verbinde.
Also, wo fange ich an? Marcus hat letztendlich alles zusammen gefasst. Schon bei ihm klingt es nur nach wenig Inhalt und das ist auch so. Es ist mir ein Rätsel, wie Salvatore es geschafft hat, mit so wenig Inhalt so viele Seiten zu füllen.
Und doch fällt eines auf. Er hatte ja nie den Hang zu Charakterbalancing, aber in diesem Buch fährt es vollkommen aus dem Ruder. Was allein schon Superlaxle auffährt, ist jenseits von Gut uns Böse und vor allem... wenn schon nur ein Jarlaxle so was hat, wie konnten die Zwerge damals Mithrilhalle verteidigen. Geht gar nicht. Er kommt vorne unten hinten nicht mehr zu Rande und macht nur noch eines: Sich alles so zu Recht biegen, wie er es gerade braucht. Das ist so dermaßen schlecht und an den Haaren herbei gezogen, dass es nur noch weh tut. Man muss nur an die Höllenpferde denken. Erst nimmt Jarlaxle da, was er dem toten Mariabronne abgenommen hatte. Gut... aber als er noch eine Reitgelegenheit brauchte, hatte Superlaxle schon noch eines und als sie auch noch für den Zwergen ein Gefährt brauchten, zauberte er das Höllenschein aus dem Hut. Einfach Schwachsinn!
Dann die ganze Geschichte in den Blutsteinlanden... so an den Haaren herbeigezogen... unglaublich. Und was passiert: Sie werden nur verbannt... klar! Dabei hat Bregan D'ahrte eine Macht die.. ich erinnre nur an Mithrilhalle. Allein die Gruppe hätte die Zwerge besiegen müssen damals.
Und dann der Hammer schlechthin. Es braucht seinen Spidertreri um den angeblich guten König darauf hinzuweisen, dass er eigentlich gar nicht so weit weg von einem Tyrannen ist? Entreri!!!??? Wenn Gareth wirklich so ein guter wäre, wie dargestellt, bräuchte er Entreri nicht und des Königs so guten Begleiter kommen eher rüber wie ein Schlägertruppe, die alle einen Heiligenschein tragen. Megaschlecht. Einfach Dreck!
Sowieso die ganze Geschichte, dass Salvatore moralisch wird und in Frage stellt ob Blut und Tat jemanden zum Herrscher machen darf und ob das ein gerechter Herrscher ist... ist unglaublich übel dargelegt. Die Fragestellung mag berechtigt sein. Durchaus, aber wie er es angeht ist einfach nur schlecht. Mit Entreri als Augenöffner und dann dem moralischen Zeigefinger die Demokratie mit rein zu bringen. Wo Salvatore doch aus einem Land kommt, das eine ach so tolle Demokratie hat, doch die Geschichte mehr als oft beweist, dass trotzdem Verbrecher, Mörder, Völkermörder an die Macht kamen. Durch die Stimme des Volkes und das der Unterschied zu einem einzigen Tyrannen ist, dass es so nur mehr Tyrannen sind, die das Volk verarschen und fröhlich ausbeuten. Ist ihm dann wohl selbst aufgefallen und er verpackt es in Drizzts philosophischen Anmerkungen. Eigentlich sehr oft die Highlights in deinen Büchern. Aber diesmal versaut er es selbst hier, denn dieses Thema ist für einen Ami nicht und er ergeht sich in so hochtrabenden Reden, dass Drizzt eher wie ein Drizzt Do'Kant oder Aristotedourden rüber kommt... und genau das ist nicht mehr der Drizzt, wie man ihn kennt. Sechs! Setzen!
Ach ja... und dann Entreri selbst. Salvatore hat noch immer nicht begriffen, dass aus dem Bösen nicht plötzlich das Gute werden kann. Er versucht versucht ihn umzubiegen. Und wie? Mit einer Zauberflöte. War ja klar. Dann die Liebschaft mit Calihye... super... so dermaßen an den Haaren herbei gezogen, dass die sich verliebt und ihn dann doch verrät. Und dann die Geschichte in seiner Heimatstadt... soooo schlecht. Erst fing es ja wenigstens mit Schlachtgemetzel an. Overpowerd, aber halt Salvatore... aber dann die super abgegriffene Geschichte um die schlimme Jugend als einzige Begründung. Da hat man vielleicht noch in den 60'ern jemanden hinter dem Herd vorlocken können, als die Politik es noch verstand, dem Spießbürgertum die schöne, heile Welt vorzugaukeln. Aber heutzutage, und das Buch ist neu, ist es einfach nur noch widerlich.
Das aber bedeutet, dass das einzige, was sonst in den Salvatores, was seine Bücher noch rausriß, diesmal auch durch die Bank zum wegwerfen war: Die Geschichte. Und noch schlimmer... man hat das Gefühl, er hat es einfach runter geschrieben. Es ist 0 Herz in dem Buch vorhanden. Dabei lässt er obendrein so viele Handlungsstränge wie noch niemals zuvor offen. Calihye bei den Drow. Entreri allein unterwegs nach Calimhaven. Astrogate und Jarlaxle. Es gibt eigentlich nur eine furchtbare Vermutung: Er will da immer noch weiter machen!
Was also bleibt? Es ist flüssig zu lesen. Und das ist auch der einzige Grund, warum ich hier schreiben kann. Hätte ich mich nur einmal quälen müssen, wäre es zum ersten Mal passiert, dass ich ein Buch unzuende gelesen bei Seite gelegt hätte. Trotzdem bleibt nur eine traurige Sache zu sagen. War bisher Hennens Der Wahrträumer das schlechteste Buch, das ich je gelesen habe, so toppt Die Drachen der Blutsteinlande das um Längen und setzt eine verdammt hohe Messlatte. Oder sollte ich besser tief sagen?
Und an dieser Stelle käme jetzt wohl das Fazit. Ich weigere mich da schlicht. Denn mit einem Fazit erkenne ich zumindest die Arbeit des Autoren an. Das Blut und den Schweiß, den er in sein Werk gesteckt hat, auch wenn es schlecht ist. Aber in dieses Buch hat Salvatore nur eines investiert: Zeit. Und damit verpasst er der Autorengemeinde eine schallende Ohrfeige.
Deswegen sage ich wieder einmal nur eines und das soll für diesen Dreck der Fantasyliteratur reichen: Es ist flüssig zu lesen.
Und das war es. Eigentlich sollte ich jetzt aufhören, aber irgendwie kann ich nicht anders, ich muss dieses Buch zerreißen. Dabei tut es schon weh, diesen Erguss Salvatores überhaupt als Buch zu bezeichnen, da ich mit einem Buch im Allgemeinen etwas Angenehmes verbinde.
Also, wo fange ich an? Marcus hat letztendlich alles zusammen gefasst. Schon bei ihm klingt es nur nach wenig Inhalt und das ist auch so. Es ist mir ein Rätsel, wie Salvatore es geschafft hat, mit so wenig Inhalt so viele Seiten zu füllen.
Und doch fällt eines auf. Er hatte ja nie den Hang zu Charakterbalancing, aber in diesem Buch fährt es vollkommen aus dem Ruder. Was allein schon Superlaxle auffährt, ist jenseits von Gut uns Böse und vor allem... wenn schon nur ein Jarlaxle so was hat, wie konnten die Zwerge damals Mithrilhalle verteidigen. Geht gar nicht. Er kommt vorne unten hinten nicht mehr zu Rande und macht nur noch eines: Sich alles so zu Recht biegen, wie er es gerade braucht. Das ist so dermaßen schlecht und an den Haaren herbei gezogen, dass es nur noch weh tut. Man muss nur an die Höllenpferde denken. Erst nimmt Jarlaxle da, was er dem toten Mariabronne abgenommen hatte. Gut... aber als er noch eine Reitgelegenheit brauchte, hatte Superlaxle schon noch eines und als sie auch noch für den Zwergen ein Gefährt brauchten, zauberte er das Höllenschein aus dem Hut. Einfach Schwachsinn!
Dann die ganze Geschichte in den Blutsteinlanden... so an den Haaren herbeigezogen... unglaublich. Und was passiert: Sie werden nur verbannt... klar! Dabei hat Bregan D'ahrte eine Macht die.. ich erinnre nur an Mithrilhalle. Allein die Gruppe hätte die Zwerge besiegen müssen damals.
Und dann der Hammer schlechthin. Es braucht seinen Spidertreri um den angeblich guten König darauf hinzuweisen, dass er eigentlich gar nicht so weit weg von einem Tyrannen ist? Entreri!!!??? Wenn Gareth wirklich so ein guter wäre, wie dargestellt, bräuchte er Entreri nicht und des Königs so guten Begleiter kommen eher rüber wie ein Schlägertruppe, die alle einen Heiligenschein tragen. Megaschlecht. Einfach Dreck!
Sowieso die ganze Geschichte, dass Salvatore moralisch wird und in Frage stellt ob Blut und Tat jemanden zum Herrscher machen darf und ob das ein gerechter Herrscher ist... ist unglaublich übel dargelegt. Die Fragestellung mag berechtigt sein. Durchaus, aber wie er es angeht ist einfach nur schlecht. Mit Entreri als Augenöffner und dann dem moralischen Zeigefinger die Demokratie mit rein zu bringen. Wo Salvatore doch aus einem Land kommt, das eine ach so tolle Demokratie hat, doch die Geschichte mehr als oft beweist, dass trotzdem Verbrecher, Mörder, Völkermörder an die Macht kamen. Durch die Stimme des Volkes und das der Unterschied zu einem einzigen Tyrannen ist, dass es so nur mehr Tyrannen sind, die das Volk verarschen und fröhlich ausbeuten. Ist ihm dann wohl selbst aufgefallen und er verpackt es in Drizzts philosophischen Anmerkungen. Eigentlich sehr oft die Highlights in deinen Büchern. Aber diesmal versaut er es selbst hier, denn dieses Thema ist für einen Ami nicht und er ergeht sich in so hochtrabenden Reden, dass Drizzt eher wie ein Drizzt Do'Kant oder Aristotedourden rüber kommt... und genau das ist nicht mehr der Drizzt, wie man ihn kennt. Sechs! Setzen!
Ach ja... und dann Entreri selbst. Salvatore hat noch immer nicht begriffen, dass aus dem Bösen nicht plötzlich das Gute werden kann. Er versucht versucht ihn umzubiegen. Und wie? Mit einer Zauberflöte. War ja klar. Dann die Liebschaft mit Calihye... super... so dermaßen an den Haaren herbei gezogen, dass die sich verliebt und ihn dann doch verrät. Und dann die Geschichte in seiner Heimatstadt... soooo schlecht. Erst fing es ja wenigstens mit Schlachtgemetzel an. Overpowerd, aber halt Salvatore... aber dann die super abgegriffene Geschichte um die schlimme Jugend als einzige Begründung. Da hat man vielleicht noch in den 60'ern jemanden hinter dem Herd vorlocken können, als die Politik es noch verstand, dem Spießbürgertum die schöne, heile Welt vorzugaukeln. Aber heutzutage, und das Buch ist neu, ist es einfach nur noch widerlich.
Das aber bedeutet, dass das einzige, was sonst in den Salvatores, was seine Bücher noch rausriß, diesmal auch durch die Bank zum wegwerfen war: Die Geschichte. Und noch schlimmer... man hat das Gefühl, er hat es einfach runter geschrieben. Es ist 0 Herz in dem Buch vorhanden. Dabei lässt er obendrein so viele Handlungsstränge wie noch niemals zuvor offen. Calihye bei den Drow. Entreri allein unterwegs nach Calimhaven. Astrogate und Jarlaxle. Es gibt eigentlich nur eine furchtbare Vermutung: Er will da immer noch weiter machen!
Was also bleibt? Es ist flüssig zu lesen. Und das ist auch der einzige Grund, warum ich hier schreiben kann. Hätte ich mich nur einmal quälen müssen, wäre es zum ersten Mal passiert, dass ich ein Buch unzuende gelesen bei Seite gelegt hätte. Trotzdem bleibt nur eine traurige Sache zu sagen. War bisher Hennens Der Wahrträumer das schlechteste Buch, das ich je gelesen habe, so toppt Die Drachen der Blutsteinlande das um Längen und setzt eine verdammt hohe Messlatte. Oder sollte ich besser tief sagen?
Und an dieser Stelle käme jetzt wohl das Fazit. Ich weigere mich da schlicht. Denn mit einem Fazit erkenne ich zumindest die Arbeit des Autoren an. Das Blut und den Schweiß, den er in sein Werk gesteckt hat, auch wenn es schlecht ist. Aber in dieses Buch hat Salvatore nur eines investiert: Zeit. Und damit verpasst er der Autorengemeinde eine schallende Ohrfeige.
Deswegen sage ich wieder einmal nur eines und das soll für diesen Dreck der Fantasyliteratur reichen: Es ist flüssig zu lesen.
Zuletzt geändert von Thorn La Fahr am Fr 30. Apr 2010, 12:35, insgesamt 1-mal geändert.